
Im Rahmen von Lebendige Lerchenfelder Straße
BUCHPRÄSENTATION
Aufbruch in die Nähe. Wien Lerchenfelder Straße
Other Places. Vienna Lerchenfelder Street
Herausgegeben von Angela Heide und Elke Krasny im Rahmen des gleichnamigen Projekts 2009/2010
Wien | Vienna: Turia + Kant 2010
ca. 216 S., 18 x 24 cm
ca. EUR 26,90
Paperback mit Klappen
ISBN 978-3-85132-588-1
5. Oktober 2010
19 Uhr
Buchhandlung Lerchenfeld
Lerchenfelder Straße 50, 1070 Wien
in Anwesenheit von Christiane Klerings, den HerausgeberInnen und zahlreichen InterviewpartnerInnen
Es lesen: N. N.
Moderation: Angelika Fitz
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Aufbruch in die Nähe. Wien Lerchenfelder Straße
Other Places. Vienna Lerchenfelder Street
Mikrogeschichten zwischen Lokalidentitäten und Globalisierung.
Mit 12 Essays zu sozialen Kunstpraxen, kritischer Stadtplanung und
Straßenprojekten in Amsterdam, Bremen, Hamburg, Köln, Wien und Zagreb |
Micro-histories between local identitites and globalization.
With 12 essays on socially engaged art practices, critical urban planning and
street projects in Amsterdam, Bremen, Hamburg, Cologne, Vienna and Zagreb
Textbeiträge von | Contributors: Lucia Babina, Angela Heide, Andrej Holm,
Christa Kamleithner, Elke Krasny, Sonja Leboš, Siegfried Mattl, Peter
Mörtenböck, Michael Müller, Sylvia Necker, Merijn Oudenampsen, Marjetica Potr?, Erol Yildiz
Herausgegeben von | Edited by: Angela Heide, Elke Krasny
Wien | Vienna: Turia + Kant 2010
ca. 216 S., 18 x 24 cm
ca. EUR 26,90
Paperback mit Klappen
ISBN 978-3-85132-588-1
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Aufbruch in die Nähe/Other Places
Straßen sind Seismographen urbaner Transformationsprozesse. Die Wiener Lerchenfelder Straße ist der Ausgangspunkt dieses Stadtbuchs. Im Zusammendenken von Mikroebene und Makroebene, von örtlicher Spezifik in der Dimension globalisierter Kulturen, stehen die anderen Orte, die die Menschen in diese Straße mitbringen, im Zentrum der Stadtfeldforschung von Angela Heide und Elke Krasny. Ein Jahr lang sprachen Heide und Krasny mit Frauen und Männern, die hier arbeiten. Die Begegnungen fanden statt im Weltladen, im Zuckerlgeschäft, in der Änderungsschneiderei, der Greislerei, den Buchhandlungen, der Pizzeria, dem Eissalon, dem Plattengeschäft, den Modesalons … Die Diversität von Herkünften und Lebensstationen, wie Floridsdorf, Samarkand, Blistrup, Bozen, Lissabon, Luanda, Kabul, Sieghartskirchen, Wolfsgraben, Zürich, Derby, Orsova oder Bangkok, bildet die Basis des Wissens im gegenwärtigen Handeln entlang dieser Straße.
Heutige Stadtforschung muss nach dem Woher fragen, um ein Wo begreifen, ein Wohin in den Bick nehmen zu können. Die konzeptuelle Verbindung von Mikro und Makro eröffnet Themen und Bezüge, die in ihrer Bedeutung weit über die Lerchenfelder Straße hinaus reichen. So ist das aktuelle kollektive Portrait der Straße in eine Reihe von Essays eingebettet. Diese stellen künstlerisches und forschendes Arbeiten mit exemplarischen europäischen Straßen in Amsterdam, Bremen, Hamburg und Zagreb vor und untersuchen Fragestellungen, die sich aus der Lerchenfelder Straße entfalten, wie Identität, Globalisierung, Einkaufsgewohnheiten, Migration, andere Planungskonzepte oder den gemeinsamen öffentlichen Raum.
Kurzbiografien der BeiträgerInnen und Herausgeberinnen
Lucia Babina (* Bologna)
ist Kulturproduzentin mit spezifischem Interesse an der Wirkung von Kultur und Kunst auf den urbanen Raum; ihre Projekte erzeugen Visionen, Interpretationen und Aktionen, die die Art, wie wir den urbanen Raum sehen, benutzen und bewohnen, verändern; sie ist Gründerin der iStrike Foundation in Rotterdam, einer Umweltorganisation mit dem Ziel, multidisziplinäre Plattformen zu initiieren, die sich mit der Analyse sowie dem internationalen Vergleich und Austausch befassen; zurzeit arbeitet sie an zwei sozialräumlichen Entwicklungsprozessen in Bologna und Rotterdam; sie ist Mitglied der Gruppe Wilde Westen, die gemeinsam mit Marjetica Potrc das Projekt The Cook, the Farmer, His Wife and their Neighbor initiierte (Amsterdam 2009)
Angela Heide (* Wien)
Dramaturgin, Kuratorin, Theaterwissenschafterin; zahlreiche Theaterarbeiten seit Ende der 80er-Jahre; wissenschaftliche Tätigkeiten u. a. für das Literaturhaus Wien, Theater in der Josefstadt, Max Reinhardt Forschungsstelle, Österreichisches Theatermuseum, Historisches Museum der Stadt Wien, Wiener Festwochen, Kakanien revisited sowie seit 2002 Leitung des Projektes Wiener Kino- und Theatertopografie; 1999/2000 leitende Dramaturgin in Frankfurt/M. und Salzburg; seit 2001 Geschäftsführerin von artminutes; 2002 Gründungsmitglied und seither im Leitungsteam von WOLKE 7; 2007 Initiatorin und Gesamtleitung der offenen Diskursreihe city system/s; zurzeit Kuratorin für Theater, Tanz und Performance der Stadt Wien sowie freie Kuratorin für das Projekt Lebendige Lerchenfelder Straße; Publikationen u. a. city_system_s (Hg. m. Pamela Bartar, 2009); Ambivalenzen – Max Reinhardt und Österreich (m. Edda Fuhrich u. a., 2004); Das Theater in der Josefstadt 1788–1996 (1996)
a.heide@artminutes.com
www.artminutes.com
Andrej Holm (* Leipzig)
Soziologe; Promotion als Sozialwissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin zur »Restrukturierung des Raumes« am Beispiel der Stadterneuerung; seit 2008 Tätigkeit im Rahmen des interdisziplinären Forschungsschwerpunktes Europäische Stadt- und Regionalentwicklung an der Universität Frankfurt/M.; Koordinator des Forschungsprogramms Neuordnungen des Städtischen im neoliberalen Zeitalter; Forschungsschwerpunkte: Gentrification, Wohnungspolitik im internationalen Vergleich und europäische Stadtpolitik
holm@em.uni-frankfurt.de
Christa Kamleithner (* St. Pölten)
Kunst- und Kulturwissenschaftlerin; Studium der Architektur und der Philosophie in Wien; wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität der Künste Berlin, Fachbereich Kunst- und Kulturgeschichte im Studiengang Architektur, und Lehrbeauftragte am Center for Metropolitan Studies der TU Berlin im Masterstudiengang Historische Urbanistik; Dissertationsvorhaben Planung und Liberalismus – die Anfänge der modernen Stadtplanung; zahlreiche Publikationen, u. a. Landwirtschaft als urbane Praxis (in: Die Maske 4, 2009, S. 43ff.); Atmosphäre und Gebrauch. Zu zwei Grundbegriffen der Architekturästhetik (in: Wolkenkuckucksheim 1: Das Konkrete in der Architektur, 2009); Ästhetik der Agglomeration (m. Susanne Hauser, 2006); Temporäre Nutzungen, Deregulierung und Urbanität (m. Rudolf Kohoutek, in: Florian Haydn, Robert Temel [Hg.]: Temporäre Räume 2006, S. 25–37)
chk@udk-berlin.de
Elke Krasny (*Wien)
Kulturtheoretikerin, Kuratorin, Stadtforscherin, Autorin, Kunst- und Kulturprojekte; arbeitet zu Architektur, Kunst als öffentlicher Raum, Urbanismus, Gender, Repräsentation, Bildung sowie Museen und Ausstellungen; lehrt an der Akademie der bildenden Künste Wien, der Technischen Universität Wien sowie der FH Joanneum in Graz; 2006 Gastprofessur an der Universität Bremen; Ausstellungen: 2009–2011 Annenviertel! Die Kunst des urbanen Handelns (gem. m. Margarethe Makovec und Anton Lederer/ Graz), 2009 Da, Dort & Dazwischen. 20 Jahre KulturKontakt Austria, Aufbruch in die Nähe. Wien Lerchenfelder Straße, Treffpunkt Lerchenfeld (m. Angela Heide); 2008/2009 Architektur beginnt im Kopf. The Making of Architecture, Architekturzentrum Wien, Stadt und Frauen. Eine andere Topographie von Wien, Wienbibliothek im Rathaus; veröffentlicht in Architektur aktuell, Augustin, derive, oris sowie Die Presse; zahlreiche Publikationen, u. a. Architekturlandschaft Niederösterreich. Industrieviertel (m. Theresia Hauenfels, 2009); Urbanografien. Stadtforschung in Architektur, Kunst und Theorie (Hg. gem. m. Irene Nierhaus, 2008), Stadt und Frauen. Eine andere Topographie von Wien 2008, Architektur beginnt im Kopf. The Making of Architecture 2008
www.elkekrasny.at
Sonja Leboš (* Zagreb)
Anthropologin, Kulturproduzentin. Nach einer Ausbildung als Architektin und Bühnenbildnerin in Zagreb und Prag sowie einem Studium des künstlerischen Lehramts in Stuttgart absolvierte sie einen Master in Kulturanthropologie und Hispanistik an der Universität von Zagreb. Als Präsidentin von AIIR (Association for Interdisciplinary and Intercultural Research) initiierte, produziere und implementierte sie eine Reihe von Projekten wie Cybercinmetaography - Semantics of Cities's Retrodynamics, Return to the City (Dubrovnik) - 30' Dokumentation in Kooperation mit dem kroatischen Fernsehen, Space of identity, space of interaction, space of change, research in urbanity, 2006–2008, on-going, Body as a Site of Alteration: Croatian cinema d’auteur of 60’s and 70’s of the XX.Ct, Recherche zur Geschichte des kroatischen Kinos 2007, in Kooperation mit dem MM Centre, Student Centre Zagreb, 2007, Narrative Strukturen und die Idee des Subjekts: Identitätskonstruktion in koratischem Kino Mitte des 20. Jahrhunderts, Recherche zur Geschichte des kroatischen Kinos 2006
Siegfried Mattl (* Steiermark)
Kulturwissenschaftler, Historiker; Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Wien; seit 1986 Lektor, seit 1995 Dozent am Institut für Zeitgeschichte; Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Geschichte und Gesellschaft in Wien; Schwerpunkte: Methoden und Theorien der Historiografie, Stadt- und Kulturgeschichte, Cultural Studies, Mediengeschichte und -technologie; seit 1984 Ausstellungskurator, u. a. 1996 Götterspeise, Hermesvilla Wien; 2005 Prater Kino, Planetarium des Wiener Praters; 2007 Felix Salten, Jüdisches Museum der Stadt Wien; Textbeiträge für wissenschaftliche Publikationen und internationale Fachzeitschriften (zeitgeschichte, International Review of Social History u. a. m.); zahlreiche Publikationen und Herausgeberschaften, u. a. Krieg. Erinnerung Wien (Hg. m. Gerhard Botz und Stefan Karner, 2008); Filmwissenschaft als Kulturwissenschaft (Hg. m. Elisabeth Timm und Birgit Wagner, 2007); Zur Theorie und Archäologie von Massenkultur in Wien 1950–1970 (m. Roman Horak u. a. 2004); Das 20. Jahrhundert. Geschichte Wiens. Bd. VI (2000); Metropole Wien. Texturen der Moderne (Hg. m. Gerhard Meißl u. a. 2000)
Peter Mörtenböck (* Ansfelden/Österreich)
Professor für Visuelle Kultur am Institut für Kunst und Gestaltung der Technischen Universität Wien sowie Visiting Fellow am Department of Visual Cultures des Goldsmiths College, University of London, wo er 2005 die Forschungsplattform Networked Cultures initiiert hat; Mitbegründer des Theorie-, Kunst- und Planungskollektivs ThinkArchitecture (Wien/London); zahlreiche Texte zu Architektur, zeitgenössischer Kunst und visueller Kultur in Zeitschriften wie Grey Room, arq und Third Text; zahlreiche Veröffentlichungen, u. a. Netzwerk Kultur (2010); Networked Cultures: Parallel Architectures and the Politics of Space (2008); Visuelle Kultur: Körper-Räume-Medien (Hg. m. Helge Mooshammer, 2003); Die virtuelle Dimension: Architektur, Subjektivität und Cyberspace (2001)
moertenboeck@tuwien.ac.at
www.networkedcultures.org
Michael Müller (*Iserlohn)
Kunst- und Kulturwissenschaftler; Studium der Kunstgeschichte, Archäologie, Philosophie, Soziologie und Psychologie am Warburg Institute und Courtauld Institute (London) und an den Universitäten Wien und Frankfurt/M.; lehrt seit 1977 Kunstwissenschaft und Kulturwissenschaft an der Universität Bremen; Gründungsmitglied von Architop, dem Bremer Institut für Architektur, Kunst und städtische Kultur, und vom b.zb, dem Bremer Zentrum für Baukultur; Forschungsschwerpunkte: Stadt- und Architekturgeschichte, Architektur- und Avantgardetheorie, Mediatisierung und Musealisierung urbaner Räume, kulturelle Transformationsprozesse, Museum und Ausstellung, Design und Alltagskultur, visuelle Kultur und Raum; zahlreiche Veröffentlichungen, u. a. Die ausgestellte Stadt. Zur Differenz von Ort und Raum (2005); Die Straße. Urbanes Leben im Viertel (1997); Die Macht der Schönheit. Avantgarde und Faschismus oder die Geburt der Massenkultur (1995); Die Verdrängung des Ornaments (1977); Die Villa als Herrschaftsarchitektur (1970)
michmue@uni-bremen.de
Sylvia Necker (* Frankfurt/M.)
Historikerin, Radiomacherin und Musikerin; Studium der Geschichte, Kunstgeschichte, Politikwissenschaft und Soziologie; derzeit Tätigkeit an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg mit einem Forschungsprojekt zum Hamburger Architekturbüro von Konstanty Gutschow; zahlreiche Veröffentlichungen zur Stadt- und Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts mit Schwerpunkt zur Hamburger Stadtentwicklung, Vorträge, Lehraufträge und Rundgänge zu Kunst- und Kulturgeschichte für diverse Institutionen; seit mehreren Jahren Beobachterin und Kommentatorin der Transformationsprozesse in der Großen Bergstraße in Hamburg-Altona
post@neckersche-tonexperimente.de
Merijn Oudenampsen (* Amsterdam)
freier Wissenschaftler an der Schnittstelle von Politikwissenschaft und Stadtforschung; er studierte Stadtsoziologie und Politikwissenschaft an der UvA Amsterdam; seine Forschungsinteressen reichen von urbanen Großprojekten über City Branding bis hin zur Entwicklung utopischer Stadtarchitekturen, Social Engineering und Post-Politik, zahlreiche Artikel in Print und Internet, u. a. in de Groene Amsterdammer, Waterland, Open Cahiers, Mute Magazine, Metropolis M und Archined; er ist Mitglieder der Plattform Flexmens.org und organisiert daneben Konferenzen und Diskussionen, darunter Vox Populi (KNAW, 2009), Migrant Media Metropolis (de Balie, 2008) und en het Publieke Verlangen (de Balie, 2007); Mitglied der Gruppe Wilde Westen
Overtreders W (Tresspassers W)
ist ein Spatial Design Studio, das von Reinder Bakker (*Soest) und Hester van Dijk (*Diemen) gegründet wurde. Mit ihren Entwürfen versuchen sie, ein Gefühl von "Home" für die Menschen zu erzeugen. Home bedeutet verschiedenes: Wohnen bedeutet mehr als in seinem eigenen Haus zu leben. Es geht um die alltäglichen Orte, die Straßen, in denen man sich aufhält, den Weg zur Arbeit, den Park um die Ecke. Diese Orte, an denen wir ebenfalls wohnen ebenfalls zu Hause sind, sind das Arbeitsfeld von Overtreders W. Die Entwürfe eröffnen Räume für die Träume und die Vorstellungen der Menschen, die in diesen Räumen leben. Projekte von Overtreders W sind The Cook, the Framer His Wife and their Neighbour (in Kooperation mit Wilde Westen, 2009), Visitors Centre "de Oostvaarders" (Almere, 2009) und bicycle tunnel "Pixelpoort" (Zaandam, 2009)
Marjetica Potrc (*Ljubljana)
Künstlerin und Architektin; Konzeption und Umsetzung von on-site Projekten, die mittels partizipatorischer Prozesse gestaltet werden sowie Zeichnungen und architektonische Fallstudien; ihre Arbeiten wurden vielfach in Europa und Amerika gezeigt; ihre zahlreichen Installationen im öffentlichen Raum inkludieren die Arbeiten Dry Toilet (Caracas, 2003) und The Cook, the Farmer, His Wife and Their Neighbour (Stedelijk goes West, Amsterdam, 2009); Potrc ist Mitglied der Gruppe Wilde Westen
Alexander Ach Schuh (* Wien)
Markenkraftwerker, Gestalter von Büchern und Ausstellungen, Radiomacher und DJ. Ausstellungsgestaltungen "Aufbruch in die Nähe. Wien Lerchenfelder Straße" (2009) "Da, Dort & Dazwischen - 20 Jahre KulturKontakt Austria" (2009), "Stadt und Frauen" in der Wienbibliothek im Rathaus (2008-2009). Studium der Philosophie; zahlreiche Performance- und Theaterprojekte u.a. mit dem Stadt Theater Wien (1996-2001), Publikationsprojekte und Veröffentlichungen zu den Themen Landschaft, Philosopohie und Musik
http://www.achschuh.com