
Das Projekt "Lebendige Lerchenfelder Straße" verfolgt mehrere sich ergänzende Ziele:
Steigerung des Lebensqualität
Das wesentlichste Ziel des Projekts ist sicherlich die Steigerung der Aufenthalts- und Lebensqualität sowie die Attraktivierung des öffentlichen Raums der Lerchenfelder Straße, d. h. eine umfassende und nachhaltige Attraktivierung der Region durch Verbesserung der raumbezogenen Lebensqualität, etwa im Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, aber auch Grün- und Freiräume und nicht zuletzt im Bereich Verkehr.
Impulse zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation
Mit der Qualität des öffentlichen Raums steht aber auch eine ökonomische Standortentwicklung in unmittelbarem Zusammenhang.
Daher setzt sich das Pilotprojekt auch das Ziel, auch Impulse zur Verbesserung des Wirtschaftsstandorts zu setzen, etwa durch gemeinsam Märkte vor dem Kirchenplatz, Sonderveranstaltungen wie den Lerchenfelder Designmarkt oder kooperative Aktionen im gesamten Aktionsraum.
Entwicklung von Nutzungskonzepten für den lokalen Leerstand
Die Lerchenfelder Straße hat in den letzten Jahren in einigen Bereichen einen deutlichen Aufschwung erlebt. Dennoch bleibt die zentrale Herausforderung der Umgang mit leer stehenden bzw. untergenutzten Erdgeschosszonen. Im Sinne einer "lebendigen Straße" sollen alternative Nutzungsmöglichkeiten für diese definierende Zone einer Einkaufsstraße entwickelt werden.
Business Improvement Districts
Als Pilotprojekt steht dabei der Anspruch auf die Entwicklung neuer Ansätze im Vordergrund. So soll etwa die Methode des international bereits erprobten "Business Improvement Districts" auf ihre lokale Umsetzbarkeit hin geprüft werden.
Zahlreiche AkteurInnen aus Politik, Wirtschaft, AnrainerInnen, Kunst und mit ihren Kultur vielfältigen Projekten und Aktivitäten sorgen für eine stetige Entwicklung innerhalb der Stadt. In der Koordinierung bzw. in der Steuerung der einzelnen Aktivitäten liegt ein erhebliches Potenzial zur besseren und
effizienten Ressourcennutzung. Durch professionelles Management werden Maßnahmen der Geschäftsleute, Gewerbetreibenden, der Stadt, der Bauherren und BewohnerInnen in Einklang gebracht. Für diesen Prozess verantwortlich sind dabei Local Area Manager, die für eine Professionalisierung und Institutionalisierung des Prozesses der Grätzelentwicklung sorgen.
Das Local Area Management soll themenbezogen um einzelne Arbeitsgruppen (Kultur, Wirtschaft, öffentlicher Raum, Verkehr) erweitert bzw. bei Bedarf fortwährend ergänzt werden. Die Installierung des Local Area Managements und in Folge auch Erweiterung um diverse Arbeitsgruppen setzt voraus, dass entsprechende Räumlichkeiten vor Ort zur Verfügung stehen (zentrale Anlauf-, Informations- und Koordinationsstelle mit regelmäßigem Bürobetrieb, Informationstransfer, Möglichkeit der Durchführung kleiner Veranstaltungen, Vernissagen, Diskussionsabende etc.) VertreterInnen der Politik sind aktiv einzubinden, um den Informations- und Kommunikationsfluss (Bezirksvertretung, Bezirksentwicklungskommissionen, Bauvorhaben, etc.) umfassend zu gewährleisten. Das Local Area Management versteht sich als integrativer und vor allem umsetzungsorientierter Prozess zur Stärkung vorhandener bzw. noch zu schaffender Strukturen.
Aufbau nachhaltiger lokaler, regionaler und überregionaler Kooperationen
In allen Aspekten der Arbeit an der "Lebendigen Lerchenfelder Straße" steht die breite Einbindung möglichst aller im Kontext der Straße stehenden Personen und Institutionen im Mittelpunkt. Die Stärkung des Standortes Lerchenfelder Straße führt über den Aufbau und die Institutionalisierung eines nachhaltigen Netzwerkes für die Straße und ihr Umfeld.
Die Ergebnisse des vorangegangenen Beteiligungsverfahren unter dem Motto "Wir sind die Lerche" bieten dazu eine fundierte Basis.